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Emstour Warendorf – Emsdetten (01.–03. Mai 2026)

Paddelgruppe auf der Ems im Sonnenschein

Warendorf – Emsdetten, 01.–03. Mai 2026

Tag 1: Anreise und erster Paddelschlag

Morgens traf sich unsere fröhliche Truppe am Vereinsgelände, und dank eines rekordverdächtigen Tempos beim Verladen der Boote und Ausrüstung saßen wir bald auf der A1 – Deutschlands vermutlich schönster, weil so unspektakulär langer Autobahnabschnitt. Nach etwa 2,5 Stunden erreichten wir Warendorf, unseren Startpunkt.

Der geplante Einstieg war allerdings blockiert – ein Baum versperrte die ersten 50 Meter der Ems. Also hieß es improvisieren: Einstieg unter der Brücke. Kaum auf dem Wasser, stand die erste Sohlschwelle vor uns. Die Ems zog sich schlängelnd durch die Landschaft, und wer genau hinsah, konnte das kleine Warnschild „Lebensgefahr“ übersehen.

An einer viel frequentierten Umtragestelle warteten bereits zahlreiche Ausflügler – und so paddelten wir kurzerhand durchs Wildwasser. Die Sandbänke im Naturschutzgebiet waren von Badenden und Picknickenden belegt, was zu unserem ganz eigenen „PartyPeopleSlalom“ führte.

Ankunft in Telgte: Der Grill war schon heiß, leider aber nicht für uns. Stattdessen genossen wir ein Abendessen mit Backkartoffeln in der City. Die Nacht verlief trotz angekündigter Party überraschend ruhig – unterbrochen nur von Flugzeugen, Verkehr und dem leisen Vogelkonzert der Umgebung.

Tag 2: Sonnenschein, Sohlschwellen und JGA-Überholungen

Nach einem ausgiebigen Frühstück auf der Terrasse am Fluss starteten wir in den sonnigen Morgen. Kaum 200 Meter gepaddelt, hieß es schon wieder: Boote umtragen wegen eines Wehrs. Danach schlängelten wir uns weiter durch die Landschaft, begegneten kleinen und größeren spritzigen Sohlschwellen, vor denen sich auch ein JGA staute, und genossen die Natur.

Die Mittagspause wurde von einem älteren Paddler mit unterhaltsamen Geschichten begleitet. Dann ging es weiter unter den Brücken des Dortmund-Ems-Kanals hindurch und an Sandabbruchkanten mit Uferschwalbenkolonien vorbei. Anschließend mussten die Boote mit Bootswagen zum Kanuverein transportiert werden – Kanuwandern einmal anders.

Übernachten durften wir bei den „Emshaien“ in Greven, direkt am Freibad neben dem Fußballplatz. Das Abendessen führte uns zu einem „holländisch-italienischen Inder“ – ein kulinarisches Abenteuer für sich.

Ein aufziehendes Gewitter machte das Vereinsheim zu einem Matratzenlager, und wir ließen unsere Zelte in den Taschen.

Tag 3: Fischtreppen, Gänsefamilien und Ziel Emsdetten

Um 7:00 Uhr wurden wir von Fußballern zum Frühschoppen geweckt – ein unerwartetes Erwachen. Nach Frühstück, Aufräumen und wieder „Kanuwandern“ begann der letzte Abschnitt: die zwei Fischtreppen, die wir in Slalomkurven meisterten – und erstaunlicherweise blieben alle trocken.

Die Ems präsentierte sich abwechselnd kanalisiert und wild bewachsen, kurvenreich, gesäumt von Weiden, mit vielen Gänsen und ihren Küken. Zur Pause gab es Mittagessen und leckeren Kuchen in einem Gasthof in Hembergen.

Nach einer gelungenen Fahrt erreichten wir unser Ziel: Emsdetten. Boote verladen, Material sichern und schließlich die Heimreise antreten – mit vielen neuen Geschichten im Gepäck.

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