Seit 1913. Über 110 Jahre Bootsport am Bürgerpark in Bremen.

Historie

Über 110 Jahre Bootsport am Bürgerpark

Unmittelbar am Bürgerpark hat der Segelclub Blockland seit 1913 sein Vereinsgelände. Was mit elf Sportskameraden in einer sumpfigen Schlickecke am Torfkanal begann, ist heute ein lebendiger Verein für Kanu-, Kajak- und Motorbootsport. Unser Zeitstrahl nimmt dich mit auf eine Reise durch mehr als ein Jahrhundert Vereinsgeschichte – von heute zurück bis zur Gründung.

Heute

Bootsport mitten in Bremen

Unsere Anlage am Torfkanal ist Heimat für Wanderpaddler, Jugendkanuten und Motorbootfahrer. Gemeinsame Touren, das wöchentliche Feierabendpaddeln, das Jugendpaddeln und unsere Vereinsfeste prägen das Vereinsleben – und nach wie vor packen alle mit an, wenn es um den Erhalt von Bootshaus, Steg und Booten geht.

SCB Bremen, Segelclub Blockland e. V.
Das Bootshaus des SC Blockland am Torfkanal

2018

Die Wanderkanuabteilung entsteht

Die Mitglieder des WanderKanuvereins am Torfkanal e.V. schließen sich dem SC Blockland an und bilden gemeinsam die Wanderkanuabteilung – bis heute eine der tragenden Säulen des Vereins.

Paddeltour durch das Blockland auf dem Kuhgraben
Unterwegs mit der Wanderkanuabteilung

2010–2011

Ein neues Dach

Das alte Dach des Bootshauses wird erneuert.

ab 2007

Instandhalten und bewahren

Das hintere Fundament des Clubhauses wird neu abgedichtet. Dazu kommen laufende Instandhaltungsarbeiten an Bootshaus, Steganlage und Bootsschuppen.

2005–2006

Der Torfhafen öffnet

2005 wird der Torfhafen in Findorff eröffnet. Im Jahr darauf wird der Torfkanal erneut auf seine Solltiefe gebracht.

1998

Freie Fahrt auf dem Torfkanal

Nach langer Zeit bringt der Deichverband den Torfkanal wieder auf seine Solltiefe von 0,90 m.

1994

Der Kran wird überholt

Unser Kran aus den 1920er Jahren wird komplett überholt und bekommt ein neues Fundament – das alte war im weichen Boden immer weiter eingesackt.

1974–1988

Ein Projekt nach dem anderen

In dieser Zeit wird ein Renovierungsvorhaben nach dem anderen „abgeräumt“: Das Fundament des Clubhauses wird erneuert und isoliert, eine moderne Heizung ersetzt den alten Gasofen. Mitte der 80er Jahre erhält das Bootshaus eine großflächige Isolierverglasung, die Fassade eine Wärmedämmung und eine neue Blockhausschalung. Auch innen wird neu gestaltet und einheitlich bestuhlt – und die gesamte Steganlage wird neu gebaut.

Bootshaus und Steganlage des SC Blockland am Torfkanal
Bootshaus und Steganlage am Torfkanal

1967

Brand und Neuanfang

Ende März 1967 fällt der große Bootsschuppen mit den sechs größten Booten des Vereins einer Brandstiftung zum Opfer. Der Bau einer neuen, massiven Lagerhalle wird zum Startschuss für die gründliche Erneuerung der gesamten Anlage: Sanitäranlagen, Elektrik und eine fest gegründete Hafenmauer folgen. 1974 sind die Arbeiten abgeschlossen.

Ebenfalls 1967, am 1. September, wird die Führerscheinpflicht für Motorboote über 5 PS auf Seeschifffahrtsstraßen eingeführt.

1950er–1960er

Boote aus eigener Werkstatt

In den 50er und 60er Jahren entstehen Paddelboote und „Optis“ im Selbstbau – eine Tradition, die viele Mitglieder für ihre Familienboote bis heute beibehalten haben.

1939–1945

Der Zweite Weltkrieg

Der Krieg unterbricht die erfreuliche Entwicklung des Vereins. Danach heißt es zunächst, die verstreuten Boote zusammenzusuchen und Boote und Bootshaus zu reparieren, bevor es für die Wassersportler wieder freie Fahrt gibt.

1929–1930

Große Pläne

Am 10. Juli 1929 beschließen die Mitglieder, Bootshaus und Bootsschuppen neu- bzw. umzubauen. Die Slipanlage soll durch einen Kran ersetzt und der verschlickte Hafen erneut ausgebaggert werden.

Mitglieder vor dem Bootshaus beim Labskausessen am 12. Januar 1930
Labskausessen am 12. Januar 1930

1920er

Die Glanzzeit

In den zwanziger Jahren vereint der Club mehr als 150 Mitglieder mit fast ebenso vielen Booten: eine Kanugruppe mit 20 Kajaks und Kanadiern, eine Motorbootabteilung mit über 20 der bekannten Fassmer-Boote und eine überaus aktive Seglerabteilung mit rund 30 Jollen in der Außenstelle Ritterhude. Die Segler etablieren sich schließlich ganz in Ritterhude und gelten als sportliches Aushängeschild – sechsmal ersegeln sie den Senatswanderpreis.

Auch in der Nachbarschaft wird es lebendig: Vereine wie der Bremer Kanu-Club, „Störtebeker“, Bremer Paddelsport, der Wassersportverein Bürgerpark und Freier Wassersport siedeln sich rund um den SC Blockland an.

nach 1918

Die Motorisierung

Nach dem Ersten Weltkrieg bringt die Motorisierung einen Aufschwung. „Roland 1“ und „Roland 2“, acht Meter lange Backdecker, sind damals die Flaggschiffe des Torfkanals. Die Motorbootabteilung wird später auch als „ADAC des Blocklandes“ bekannt.

Das Motorboot Roland auf dem Torfkanal
Motorboot „Roland“ auf dem Torfkanal

1916–1926

Das Bootshaus entsteht

In diesen Jahren errichten die Mitglieder das Bootshaus mit Clubraum und Anbauten. Diese Grundstruktur ist bis heute erhalten.

Mitglieder beim gemeinsamen Arbeitseinsatz am Bootshaus
Gemeinsamer Arbeitseinsatz am Bootshaus

1913

Die Gründung

Am 21. April 1913 gründen 11 Sportskameraden den Segelclub Blockland e.V. als Bootsverein – in einer sumpfigen Schlickecke am Torfkanal. Schon am 19. Juli 1913 wird der Hafen eingeweiht, und im folgenden Jahr gibt es bereits einen eigenen Aufenthaltsraum.

Frühe Vereinsmitglieder mit dem S.V.B.-Wimpel
Frühe Vereinsmitglieder mit dem Vereinswimpel

Mit Bordmitteln und viel Herzblut

Nicht ohne Stolz dürfen wir sagen: Alle wesentlichen Baumaßnahmen in der über 110-jährigen Geschichte des SC Blockland wurden mit „Bordmitteln“ und der enormen Arbeitsleistung unserer Mitglieder verwirklicht. Dafür sagen wir: Danke!

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