Das Wetter war einfach nur erbärmlich, es blieb kein Faden trocken und dann auch noch paddeln?
Am Sonntag sah die Welt aber schon wieder anders aus. Bei heiter bis wolkigem Wetter trafen wir uns (insgesamt 10 Kanutinnen und Kanuten) beim SCB, um pünktlich die Kajaks zu verladen. Die Vorfreude, eine der größten Flussinseln Europas zu umrunden, war riesig und nach ca. 45 Minuten waren wir auch schon auf der A27.
In Sandstedt angekommen, ragten 4 Stunden vor Hochwasser noch weite Wattflächen des rechten Nebenarmes der Weser aus dem Wasser. Damit auch die „Schlickscheuen“ ins Boot kamen, wurden die Kajaks nahe des Campingplatzes am Strand eingesetzt und um 11:30 Uhr stachen wir dann in See bzw. in den rechten Nebenarm der Weser.
Mit Rückenwind und schnell auflaufendem Wasser folgten wir dem betonnten und später durch Pricken gekennzeichneten und immer schmaler werdenden Fahrwasser mit Geschwindigkeiten von bis zu 8,4 km/h. Nach ca. 2 Stunden Fahrtzeit an der Südspitze von Harriersand angekommen, war die erste Etappe geschafft und der Hunger riesig.

Nach einer ausgiebigen Pause starteten wir dann um 14:30 Uhr zur zweiten Etappe. Nun ging es auf der Weser zurück nach Sandstedt.
Bei noch leichter Gegenströmung konnten wir uns warmpaddeln. Um ca. 15:00 Uhr kenterte dann die Tide und so ging es mit zunehmender Fahrt vorbei an den Stränden von Harriersand.
Auf der Weser gab es viel zu sehen. Neben den Segel- und Motoryachten zogen mehrere Großsegler, Frachter, Binnenschiffe und Schlepper vorüber. Mittlerweile frischte der NNW-Wind zeitweise auf 4 Bft auf und bei zunehmender Strömung setzte der „Wind gegen Strom“-Effekt ein; d.h. es bildeten sich kurze, steile Wellen, die für ein erfrischendes Paddeln sorgten. Um ca. 16:45 Uhr hat dann auch die „Slow Motion – Gruppe“, die noch länger die Zeit auf dem Wasser genießen wollte, Sandstedt nach 25 km erreicht.
Mit vielen neuen Eindrücken und glücklichen Gesichtern wurde dann die Heimfahrt angetreten.
/Hartmut

